Gesundheitsamt des Kreises Lippe

Gesundheitsamt des Kreises Lippe

Das Gesundheitsamt hat die Aufgabe, übertragbaren Krankheiten beim Menschen durch Aufklärung und Beratung vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern, indem entsprechende Maßnahmen ermittelt und veranlasst werden.

Eine gesetzliche Grundlage dafür bildet das Infektionsschutzgesetz, nach dem meldepflichtige Krankheiten von behandelnden Ärzten, Laboratorien, Medizinaluntersuchungsämtern und Gemeinschaftseinrichtungen gemeldet werden.

Danach sind meldepflichtige Krankheiten in erster Linie von den behandelnden Ärzten zu melden. Meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern werden von den Laboratorien und den Medizinaluntersuchungsämtern gemeldet.

Zu allen Infektionskrankheiten finden Sie aktuelle Informationen und vieles mehr auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts (Robert-Koch-Institut).

Infektionsschutz und meldepflichtige Erkrankungen

Das Gesundheitsamt hat die Aufgabe, übertragbaren Krankheiten beim Menschen durch Aufklärung und Beratung vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung durch Ermittlungen und Veranlassung von Maßnahmen zu verhindern. Die gesetzliche Grundlage hierfür bildet das Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Wer meldet meldepflichtige Erkrankungen?

Nach dem Infektionsschutzgesetz sind meldepflichtige Krankheiten in erster Linie von den behandelnden Ärzten zu melden. Meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern werden von den Laboratorien und den Medizinaluntersuchungsämtern gemeldet.

Zu allen Infektionskrankheiten finden Sie aktuelle Informationen und vieles mehr auf den Internetseiten des Robert Koch Instituts.

Meldepflichtige Krankheit melden: Formulare und weitere Informationen

Für Ärzte und Laboratorien stehen Meldeformulare zur Verfügung, die nach Bedarf heruntergeladen werden können:

Meldeformular für eine meldepflichtige Krankheit gemäß §§ 6, 8 und 9 Infektionsschutzgesetz
Bitte senden Sie die Meldung innerhalb von 24 Stunden an unsere spezielle
Melde-Fax-Nummer +49 5231 63011 3110
oder per e-mail an Gsndhtsschtzkrs-lppd.
Meldebogen-Scabies
Meldebogen für Kindergärten, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen
Wiederzulassungen für Gemeinschaftseinrichtungen
LZG.NRW - Rahmen-Hygieneplan für Kinder- und Jugendeinrichtungen

Weitere Informationen zu meldepflichtigen Krankheiten:

Informationen zu meldepflichtigen Erkrankungen erhalten Sie auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI).
Auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finden Sie zudem Erregersteckbriefe zu einzelnen Infektionskrankheiten.

Wie Sie das Qualitätssiegel MRE für Alten- und Pflegeheime erhalten können, erfahren Sie hier: .

Zur Erhebung von MRSA sowie Acinetobacter und Enterobacteriaceae mit Carbapenem-Nichtempfindlichkeit oder Carbapenemase-Nachweis stehen Erhebungsbögen zur Verfügung, die nach Bedarf heruntergeladen werden können:

Carbapenem nichtempf. Erreger Erhebungsbogen
MRSA Erhebungsbogen

Informationen zu Masern und zum Masernschutzgesetz

Das Bundesgesundheitsministerium hat hier Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Masernschutzgesetz zusammengestellt:

Dokumentations-/Meldebogen Masernschutz:
Formular zum Erfassen des Masernschutzes (Ausdruckbare PDF)

Erstbelehrungen für Beschäftigte im Lebensmittelgewerbe

Personen, die beruflich in der Herstellung, der Weiterverarbeitung oder dem Verkauf von Lebensmitteln arbeiten wollen, benötigen vor Beginn der Arbeitsaufnahme eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt. Weitere Informationen dazu finden Sie in der .

Trinkwasserüberwachung

Das Trinken von Wasser gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Auch die Natur braucht diesen elementaren Grundstoff - Vegetation und Leben sind ohne Wasser undenkbar.

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und ein kostbares Gut. Im Kreis Lippe bezieht die Bevölkerung ihr Trinkwasser von zentralen Wasserversorgungsunternehmen. Ein Teil der Bevölkerung versorgt sich aus privaten Brunnen. Die Qualität des Trinkwassers sowie die technischen Anlagen zur Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung werden vom Gesundheitsamt regelmäßig kontrolliert.

Das Gesundheitsamt ist für die Überwachung von Wasserversorgungsanlagen zuständig, steht den Betreibern der Wasserversorgungsanlagen aber auch für Beratung zur Verfügung.

Am 09.01.2018 ist die aktuelle Fassung der Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 10.03.2016 (BGBl. I S. 459) in Kraft getreten.

Untersuchungspflichten in Bezug auf Legionellen

Die Erstuntersuchung von neu in Betrieb genommenen Trinkwasserinstallationen ist innerhalb von drei bis zwölf Monaten nach Inbetriebnahme durchzuführen (§14b Abs. 6).
Untersuchungsstellen (Labore) sind verpflichtet, festgestellte Überschreitungen des technischen Maßnahmewertes bei Großanlagen zur Trinkwassererwärmung (gewerbliche u. öffentliche Tätigkeit) unverzüglich dem für die Wasserversorgungsanlage zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen (§15a Abs. 1-2).

Die Anzeigepflicht besteht nicht, wenn dem Anzeigepflichtigen ein Nachweis darüber vorliegt, dass die Anzeige bereits durch die Untersuchungsstelle erfolgt ist (§16 Abs. 1).
Der Unternehmer und sonstiger Inhaber (UsI) hat zu den durchgeführten Maßnahmen Aufzeichnungen zu führen oder führen zu lassen. Diese sind dem Gesundheitsamt auf Anforderung unverzüglich vorzulegen (§16 Abs. 7).

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt »Information zur Untersuchungspflicht«.

Informationspflichten des UsI

Auf Nachfrage sind den Verbrauchern auch Einzelergebnisse von Trinkwasseruntersuchungen mitzuteilen (§21 Abs. 1).

Der UsI hat den betroffenen Verbraucher zu informieren, wenn Trinkwasserleitungen aus Blei in der betriebenen Anlage vorhanden sind, sobald er hiervon Kenntnis erlangt, oder ein entsprechender Verdacht besteht, insbesondere aufgrund vorliegender Trinkwasseranalysedaten (§21 Abs. 1a).

Maßnahmen bei Nichteinhaltung von Grenzwerten - Parameter Blei, Kupfer, Nickel

Nach der Neuerrichtung von Trinkwasser-Installationen können aufgrund der fehlenden Deckschichtbildung und korrosiven Wechselwirkung anfänglich erhöhte Werte auftreten. Diese können toleriert werden, wenn die Grenzwerte spätestens 16 Wochen nach der Inbetriebnahme eingehalten werden (§9 Abs. 4). Voraussetzung dafür ist, dass die gemessene Konzentration der drei Parameter Blei, Kupfer und Nickel jeweils nicht höher als das doppelte des betreffenden Grenzwertes sein darf.

Hinweis: Der Verbraucher ist über eine mögliche „Metallabgabe“ zu informieren, mit dem Hinweis des ausreichenden Ablaufenlassens des Trinkwassers vor Benutzung.
Ggf. sind Verwendungseinschränkungen für Säuglinge und Kleinkinder zu veranlassen.


Für die Feststellung einer Grenzwertüberschreitung an einer einzelnen Entnahmestelle in einem Gebäude ist die gestaffelte Stagnationsbeprobung nach den Empfehlungen des Umweltbundesamtes durchzuführen (S0-Probe, S1-Probe, S2-Probe) (Anlage 2 Teil II - zu §6 Abs. 2).

Weitere Informationen zum Thema Trinkwasser

Bei der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser dürfen nur Stoffe und Gegenstände in Kontakt mit dem Roh- und Trinkwasser verwendet und nur physikalische oder chemische Verfahren angewendet werden, die bestimmungsgemäß der Trinkwasserversorgung dienen.

Bereits eingebrachte Stoffe oder Gegenstände, die bestimmungsgemäß nicht der Trinkwasserversorgung dienen (z.B. Telekommunikationskabel), müssen bis zum 09.01.2020 aus dem Roh- oder Trinkwasser entfernt werden (§17 Abs. 7).

Risikobewertungsbasierte Anpassung der Probenplanung (RAP) für Wasserversorgungsanlagen für a- Anlagen (zentrale Wasserwerke) und b- Anlagen (dezentrale kleine Wasserwerke) (§14 Abs. 2 a, b, c). Hinweise hierzu als PDF-Download.

Weitere Hinweise zur Anmeldung einer Brauchwasseranlage finden Sie in der . Beachten Sie hierzu auch das Merkblatt "Inbetriebnahme von Trinkwasserinstallationen" sowie dasFormular zur Änderung/ Stelllegung einer Trinkwasserversorgungsanlage.

Außerdem haben wir für die Trinkwasserversorgung auf Volksfesten und sonstigen Freiluftveranstaltungen ein Merkblatt zusammengestellt: Merkblatt Hygieneregelungen für die Trinkwasserversorgung auf Volksfesten

Und schließlich gibt es weiterführende Informationen in der Broschüre "Rund um das Trinkwasser" des Umweltbundesamts sowie in der Broschüre "Blei im Trinkwasser" des Landesumweltamts NRW.

Ausführliche Informationen zum Thema "Legionellen"

Badewasser- und Badegewässerüberwachung

Da Wasser ein möglicher Träger von Krankheitserregern ist, unterliegen öffentlich zugängliche Badegewässer und Schwimmbäder, einschließlich ihrer Wasseraufbereitungsanlage, der Überwachung durch das Gesundheitsamt.

Weitere Informationen dazu finden Sie in der .

Amtsärztlicher Dienst

Der amtsärztliche Dienst Begutachtungen für verschiedene Behörden und vergleichbare Institutionen durch, dabei werden amtsärztliche Gutachten für beamtenrechtliche Einstellungsuntersuchungen sowie Gutachten zur Prüfung auf Beihilfe für Heil- und Sanatoriumskuren ertellt. Darüber hinaus werden Untersuchungen auf Dienstfähigkeit und zum Beispiel Reise-, Arbeits- oder Erwerbsfähigkeiten für Sozialbehörden durchgeführt.

Weitere Informationen dazu finden Sie in der .

Kinder- und Jugendärztlicher Dienst

Der kinder- und jugendärztliche Dienst will Eltern beratend und begleitend zur Seite stehen, damit ihre Kinder physisch und psychisch gesund erwachsen werden können. Dafür werden vom Gesundheitsamt Impf- und Ernährungsberatungen sowie Einschulungsuntersuchungen bei Kindern im Schulalter durchgeführt und medizinische Gutachten bei besonderem schulischen Förderbedarf erstellt.

Des Weiteren bietet das Gesundheitsamt Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen der Frühen Hilfen und gezielte Beratungen bezüglich Fördermöglichkeiten an.

Weitere Informationen dazu finden Sie in der sowie in der .

Gesundheitsaufsicht in Einrichtungen

Hygiene ist die Lehre von der Verhütung von Krankheiten und der Erhaltung und Festigung der Gesundheit

Das Gesundheitsamt als untere Gesundheitsbehörde hat die Aufgabe, die Einhaltung der Hygienevorschriften in bestimmten Gemeinschaftseinrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäusern, Schulen, Kindertagesstätten, Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschafts- und Obdachlosenunterkünften, Piercing- und Tätowierstudios, Fußpflege-, Kosmetik- und Sonenstudios und Campingplätzen, regelmäßig zu überwachen.

Im Rahmen der Hygieneüberwachung werden Räumlichkeiten (Betriebshygiene), Personalhygiene, Hygienepläne und weitere betriebliche Unterlagen überprüft Die Betreiber und Verantwortlichen der Einrichtungen werden aber auch in hygienischen Fragen ausführlich beraten.


Hinweise zu

Multiresistenten Erregern:
Zeigen Sie Kompetenz mit dem Siegel gegen die multiresistenten Erreger. Das Gesundheitsamt Lippe verleiht Ihnen mit dem "Euregionale Qualitäts- und Transparenzsiegel für multiresistente Erreger" einen Nachweis, dass Sie sich engagieren.

Weitere Informationen dazu, wie Sie das Siegel erhalten können, finden Sie auf der Seite von MRE OWL.


Hygiene in Heilpraktiker-, Tattoo-, Piercing- und Kosmetikstudios
Für Personen, die bei der Ausübung ihrer beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit Geräte, Werkzeuge oder Gegenstände anwenden, welche bestimmungsgemäß die Haut oder Schleimhaut ihrer Kundinnen und Kunden verletzen oder die - unbeabsichtigt - Verletzungen verursachen können, gilt die Hygiene-Verordnung.


Informationen über die Hygiene in Einrichtungen sowie Musterhygienepläne finden Sie auf der Seite vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zum Sozialpsychiatrischen Dienst erhalten Sie hier:

Corona

Aktuelle Infos zur Corona-Lage im Kreis Lippe finden Sie auf unserer Corona-Seite:

Erreichbarkeit und Rufbereitschaft

Werktags: 05231 62-1100.

Nach Dienstschluss, am Wochenende und an Feiertagen erreichen Sie das Gesundheitsamt in Notfällen über die Leitstelle unter 05261 - 66600.

Für Meldungen zum Infektionsschutz nutzen Sie bitte die Faxnummer 05231 63011-3110, weitere Informationen und Formulare dazu finden Sie hier:

Für alle weiteren Meldungen verwenden Sie bitte die Nummer 05231 62-234.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag
08:00 bis 12:30 Uhr und
13:30 bis 15:30 Uhr

Freitag
08:00 bis 12:00 Uhr

Kontakt

+49 (5231) 62 1100
E-Mail senden

Medicum Lemgo
3. Etage
Rintelner Straße 83
32657 Lemgo

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