Aufgesattelt – Kreis Lippe beteiligt sich am „Radnetz OWL“

12. Feb 2021

In ganz OWL mit dem Fahrrad komfortabel von A nach B kommen – das Projekt „Radnetz OWL“ zeigt, wie das gehen kann.

Rund 170 Vertreter aus Politik, Ministerien und von Verbänden sowie Fachleute aus NRW haben nun bei einer digitalen Informationsveranstaltung der OWL GmbH zur Radverkehrsinfrastruktur teilgenommen.

Ein Ergebnis des Projektes ist ein Konzept für den lückenlosen, verkehrssicheren und zukunftsfähigen Alltagsradverkehr in der Region, das jetzt in die Umsetzung geht. Insgesamt umfasst das Wegenetz eine Länge von rund 2.000 Kilometern, davon verlaufen 392 Kilometer durch den Kreis. Somit hat Lippe mit 20 Prozent den größten Anteil am Radwegenetz aller OWL-Kreise. „Um das Klima und die Umwelt noch mehr zu schützen, ist das Fahrrad eine unverzichtbare Alternative. Das Radwegenetz ist ein wichtiger Baustein, um viele Menschen zum Umsatteln zu bewegen“, so Landrat Dr. Axel Lehmann.

Zusammen mit Vertretern aller OWL-Kreise hat der Radverkehrsbeauftragte des Kreises Lippe Jürgen Deppemeier am Konzept mitgearbeitet. „Das Radnetz verbindet die lippischen Kommunen mit dem Rest von OWL und Niedersachsen. In dem Bericht werden viele Maßnahmenempfehlungen, zum Beispiel zu Lückenschlüssen oder Abstellanlagen gegeben. Die Punkte realisieren wir in den kommenden Jahren“, erklärt der Radverkehrsbeauftragte.

Im Radwegenetz ist eine Priorisierung in Abhängigkeit von der Anzahl der Nutzenden vorgenommen worden. Für den Ausbau der verschiedenen Abschnitte wurden OWL-weit einheitliche Standards festgelegt. „Auf dieser Grundlage werden wir bei der nächsten Überarbeitung des lippischen Radverkehrskonzeptes unser gesamtes Netz in verschiedene Kategorien einstufen. Die OWL-Standards werden kreisübergreifend für eine einheitlich hohe Qualität der Radwege sorgen“, zeigt sich Deppemeier erfreut.

Hauptachse des Radnetzes sind zwei Radschnellwege zwischen Minden und Rheda-Wiedenbrück: Der Radschnellweg OWL 2.0 als direkte Verbindung zwischen den Städten Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh, Bielefeld und Herford und der RS3 von Herford über Bad Oeynhausen nach Minden sind in Planung. Abgehend davon werden Haupt- und Nebenrouten die Region anschließen. „Für so einen Radschnellweg muss auf der Achse schon einiges an Radverkehr zu erwarten sein. Ob wir dieses Potenzial auch auf einer Achse in Lippe haben, wird die Zukunft zeigen“, äußert sich der Radverkehrsbeauftragte.

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