06. Mai 2022

Für Pflegebedürftige und Pflegende gibt es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten, doch Betroffene kennen die Hilfsangebote oft nicht oder wissen nicht wie sie diese in Anspruch nehmen können. Anlässlich des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai stellen die beratenden Dienste des Kreises Lippe ihr Beratungs- und Hilfsangebot vor.

Die verschiedenen Anlaufstellen bieten Lipperinnen und Lipper individuelle, neutrale und kostenfreie Beratung zu Fragen rund um die Pflege. Die einzelnen Beratungsstellen sind spezialisiert auf die Themen Älter werden, Wohnen im eigenen Zuhause, Pflegebedarf und psychosoziale Belastung. Die Bereiche arbeiten eng zusammen, um Pflegebedürftigen und deren Angehörigen die bestmögliche Beratung, finanzielle sowie soziale Unterstützung zu ermöglichen. „Die verschiedenen beratenden Dienste arbeiten eng zusammen, um Pflegebedürftigen und deren Angehörigen die bestmögliche Beratung, finanzielle sowie soziale Unterstützung zu ermöglichen. Ziel ist es dabei immer, auf die Individuellen Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen und Entscheidungsspielraum mit Augenmaß zu nutzen,“ so Claudia Holzkämper, Fachbereichsleiterin des Kreises Lippe für Soziales und Integration.

Der Senioreninformationsdienst Lippe informiert direkt im Wohnzimmer
Der Senioreninformationsdienst des Kreises Lippe, kurz SinfoL, besucht Seniorinnen und Senioren in ihrer häuslichen Umgebung, um sie über die bestehenden Angebote in ihrem Ort und ihrer Region zu informieren. Das Angebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren, die in ihrem eigenen Zuhause leben. Durch das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeitenden ist es möglich, im persönlichen Gespräch bei großen und kleinen Fragen beratend zur Seite zu stehen. So schließt der Senioreninformationsdienst vor Ort eine wichtige Lücke und bringt die gewünschten Informationen direkt in das Wohnzimmer. Dabei steht im Vordergrund, persönliche Kontakte herzustellen, Vertrauen zu schaffen und schon früh über bestehende Angebote zu informieren und diese für die Betroffenen individuell zu bündeln.

Bürgerinnen und Bürger, die das Angebot des Senioreninformationsdienstes in Anspruch nehmen möchten oder sich ehrenamtlich bei SinfoL engagieren möchten, sind herzlich eingeladen und können sich bei Catharina Hempelmann unter 05231 62 24 41 oder per E-Mail  und bei Michaela Flake unter 05231 62 24 20 oder per E-Mail melden.

Die Wohnberatungsstelle ermöglicht Wohnen im eigenen Zuhause
Die Wohnberatung des Kreises Lippe zeigt Möglichkeiten auf, wie Menschen auch im Alter oder bei körperlichen Beeinträchtigungen in ihrem vertrauten Umfeld zu Hause weiterleben können. Das Beratungsangebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die ihre Wohnung oder ihr Hause anpassen möchten, um eine selbständige Lebensführung aufrecht zu erhalten. Oftmals helfen bereits kleine Veränderungen: fehlende Handläufe oder auch unüberwindbare Treppenstufen sind Probleme, zu denen die Wohnberatung Lösungsvorschläge unterbreitet Bei einem Hausbesuch werden je nach Wohnsituation individuelle Vorschläge für die Wohnraumanpassung. Darüber hinaus informiert die Wohnberatung, welche Zuschüsse für die notwendigen Veränderungen beantragt werden können und hilft bei der Beantragung der Mittel bei der jeweiligen Pflegekasse.

Weitere Informationen bieten Ulla Trumann unter 05231 62 23 30 oder Petra Jürgens unter 05231 62 23 31. Die telefonischen Sprechzeiten sind montags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Zu den anderen Zeiten werden Hausbesuche durchgeführt. Die Wohnberatung ist auch per E-Mail zu erreichen.

Das Fallmanagement beurteilt den Pflegedarf
Das Fallmanagement des Kreises Lippe beurteilt den Pflegebedarf von Menschen, die Sozialhilfe empfangen, und gewährt finanzielle Hilfe. Die Mitarbeiterinnen des Fallmanagements zeichnet aus, dass sie als Pflegefachkräfte eine fachliche Einschätzung der Pflegebedürftigkeit übernehmen. Die Begutachtung und Beratung der Menschen findet in der häuslichen Umgebung oder in den stationären Einrichtungen statt. Neben der Beratung wird der Hilfsbedarf im Alltag ermittelt und gemeinsam mit den Klienten ein Hilfeplan erstellt und regelmäßig überarbeitet. Auf Basis dieses Hilfeplans werden weitere Akteure in die Versorgung des Hilfebedürftigen mit einbezogen, damit in Absprache mit den Angehörigen die optimale Versorgung sichergestellt werden kann.

Als Ansprechpersonen für das Fallmanagement sind Petra Meise per E-Mail und Kader Dede per E-Mail zu erreichen.

Die Psychosoziale Fachberatung berät gezielt Senioren und jüngere Pflegebedürftige
Die Psychosoziale Fachberatung ist ein spezialisiertes Angebot für ältere Menschen und jüngere Pflegebedürftige, um Menschen in einer häuslichen Pflege- und Betreuungssituation bei besonderen akuten Problemen zur Seite zu stehen. Die Fachberatung arbeitet zusammen mit Bezugspersonen, Beratungsstellen, Institutionen und sozialen Diensten intensiv an der Lösung der bestehenden Probleme. Bei einem Hausbesuch wird so zum Beispiel das Problem in Gesprächen aufgearbeitet und erforderliche Hilfen vermittelt. In einem ersten Gespräch werden Ratsuchende über das Beratungsangebot informiert. Das jeweilige Problem wird analysiert und die Wünsche und die Vorstellungen werden gemeinsam erarbeitet. Anschließend werden zusammen geeignete Lösungsmöglichkeiten entwickelt. In den folgenden Gesprächen wird die konkrete Hilfeplanung abgestimmt und anschließend die Umsetzung der Maßnahmen in die Wege geleitet. Dabei ist es wichtig, dass die angebotene Hilfe gewünscht ist und die miteinander entwickelten Lösungsansätze aktiv unterstützt werden.

Ansprechpartnerinnen sind Gisela Burkhardt unter 05222 99 95 40 (Bad Salzuflen, Leopoldshöhe, Lage), Ulrike Giebel unter 05261 77 07 19 (Lemgo, Extertal, Kalletal), Annegret Koralewicz unter 05263 95 78 544 (Barntrup, Blomberg, Dörentrup, Lügde, Schieder-Schwalenberg, Horn-Bad Meinberg) und Lorena Rösch unter 05231 30 33 066 (Detmold, Oerlinghausen, Augustdorf, Schlangen).

Der Pflegestützpunkt bietet neutrale Beratung für Pflegebedürftige
Das Team des Pflegestützpunktes im Kreis Lippe bietet ein neutrales Beratungsangebot für alle Menschen, die in ihrer Selbständigkeit eingeschränkt sind und Unterstützung in ihrer Lebenssituation benötigen. Dies gilt nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Kinder und Jugendliche. Der Pflegestützpunkt bietet Sprechstunden zur Pflegeberatung in mehreren lippischen Städten und Gemeinden an, berät aber auch telefonisch und online. Außerdem informieren Vorträge zu vielfältige Themen wie den Leistungen der Pflegeversicherung und der Sozialhilfe, der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und vielem mehr. Durch ein großes Netzwerk ist es dem Pflegestützpunkt möglich, Hand in Hand mit der Wohnberatung, den psychosozialen Fachkräften und weiteren Kolleginnen und Kollegen des Kreises Lippe sowie Anbietern von Betreuungs- und Pflegeleistungen zusammenzuarbeiten.

Für eine persönliche Beratung in den einzelnen Standorten können Ratsuchende unter www.pflegestuetzpunkt-lippe.de oder telefonisch unter 05231 62 31 41 einen Termin vereinbaren. Ansprechpersonen für den Pflegestützpunkt sind Doris Dreimann-Kehde und Anja Düvel-Wedek.

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