Grundwasserentnahme Erlaubnis

Wollen Sie einen Brunnen anlegen, um Grundwasser zur Gartenbewässerung oder als Trink- oder Brauchwasser zu nutzen? Hier erfahren Sie, welche rechtlichen Regelungen Sie beachten müssen.

Ausführliche Beschreibung der Leistung

Das Grundwasser ist als Grundlage allen Lebens besonders zu schützen. Wenn Sie einen Brunnen bohren wollen, brauchen Sie in der Regel eine Erlaubnis.
Diese Erlaubnis kann Ihnen nur erteilt werden, wenn nachteilige Auswirkungen ausgeschlossen sind und keine Trinkwasserleitung zur Verfügung steht.
Es kann auch Ausnahmen geben, bei denen Sie keine Erlaubnis brauchen.

Deshalb: Melden Sie uns den Brunnen mit dem Anzeigeformular. Dann können wir prüfen, ob eine Erlaubnis erforderlich ist oder die Anzeige schon ausreicht.

Rechtsgrundlage(n)

Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Landeswassergesetz NRW (LWG)

Erforderliche Unterlagen

für die reine Anzeige:

  • Anzeigeformular untere Wasserbehörde
  • Übersichtsplan
  • Lageplan

für eine Erlaubnis:

  • Antragsformular
  • Erläuterungsbericht
  • Übersichtsplan
  • Katasterauszug
  • Lageplan
  • Bauwerkszeichnung

Voraussetzungen

Brunnen dürfen nur außerhalb von Heilquellenschutzgebieten und den Zonen I und II von Trinkwasserschutzgebieten errichtet werden.

Weitere Voraussetzung für die Errichtung eines Trink­wasserbrunnens auf Privatgrundstücken ist,

  • dass der Haushalt nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen werden kann oder
  • die zuständigen Stadtwerke keinen Anschlusszwang ausüben.

Für die Planung, den Bau und Betrieb der Einzeltrinkwasser­versorgungsanlagen ist die DIN 2001 zu beachten.

Brunnen- oder Brauchwasseranlagen, bei denen durch die Nutzung auch Abwasser anfällt, beispielsweise durch eine Toilettenspülung, müssen mit einer geeichten Wasseruhr versehen werden.
Die Einleitung des anfallenden Abwassers in den gemeindlichen Schmutzwasserkanal ist nach der örtlichen Satzung gebührenpflichtig.

Bei Brauchwasseranlagen und Regenwassernutzungsanlagen muss eine klare Trennung zwischen dem Brauchwassernetz und dem Trinkwassernetz vorhanden sein.

Verfahrensablauf

Zuerst zeigen Sie den geplanten Brunnen bei uns an.
Wir prüfen dann, ob eine wasserrechtliche Erlaubnis notwendig ist. Sie erhalten schriftlich das Ergebnis unserer Prüfung.
Gleichzeitig erhält auch das Gesundheitsamt von uns eine Mitteilung über den Brunnen.

Wenn keine Erlaubnis notwendig ist, ist das Verfahren damit abgeschlossen.

Falls eine Erlaubnis nötig ist, dann müssen Sie die Erlaubnis bei uns beantragen. Sie erhalten dann einen schriftlichen Bescheid..

Formulare

Weiterführende Informationen

Hinweise/Besonderheiten

Wenn Sie das Brunnenwasser als Trinkwasser nutzen wollen, dann müssen Sie zusätzlich immer

  • den Brunnen beim Gesundheitsamt anmelden und
  • das Brunnenwasser regelmäßig durch ein zugelassenes Labor auf seine Inhaltsstoffe untersuchen lassen.


Tipp:
Alternativ zu einem Brunnen zur Gartenbewässerung können Sie auch einen Trinkwasseranschluss mit einer separaten Wasseruhr installieren lassen.
Das Wasser, das über diese Uhr gezählt wird, kann von der Abwassergebühr befreit werden.
Dies kann eine günstigere Alternative zu einem Gartenbrunnen sein. Zusätzlich ist mit dieser Alternative auch gewährleistet, dass sauberes Wasser in ausreichender Menge vorhanden ist. Bei einem eigenen Gartenbrunnen ist dies nicht gewährleistet.
Die Installation einer separaten Wasseruhr stimmen Sie mit Ihrem Wasserversorger ab.

Frist

Die wasserrechtliche Erlaubnis ist in der Regel auf 20 Jahre befristet.

Bearbeitungsdauer

circa 4 Wochen für die Überprüfung der Anzeige,

circa 4 - 8 Wochen für die Erlaubnis

Kosten

Die Anzeige eines Brunnens ist kostenfrei

Erlaubnis: Mindestgebühr EUR 200,00

Zahlungsweisen:

  • Überweisung

Zuständige Organisationseinheit(en)

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