Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Lippe: Neues Formular für Kontaktpersonen

10. Nov 2020

Im Kreis Lippe gibt es insgesamt 2.573 bestätigte Coronafälle, damit sind seit gestern 134 weitere Infektionen bekannt. 1.713 Personen sind wieder genesen. 35 Personen sind verstorben. Aktuell sind 825 Personen in Lippe nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit dem 6. März wurden bisher 28.855 Abstriche von mobilen Teams und im Diagnostikzentrum genommen. Die Inzidenzzahl für den Kreis Lippe beträgt derzeit 170,9 (Stand Dienstag, 10. November, 0 Uhr).

Es handelt sich in Lippe weiterhin um ein diffuses Infektionsgeschehen. Über 60 Einrichtungen in Lippe sind betroffen, darunter vor allem Schulen und Kitas. In den meisten Fällen treten lediglich vereinzelte Infektionen auf.

Beim Christlichen Sozialwerk gibt es mittlerweile insgesamt 16 positive Fälle. Sowohl Mitarbeiter als auch Bewohner haben Kontakte zu weiteren Einrichtungen in Lippe. Daher werden bei den Werkstätten der Lebenshilfe „Werre“ und „Egge“ in den kommenden Tagen Tests durchgeführt sowie die Betroffenen unter Quarantäne gestellt. Vereinzelte Tests wurden auch bei Eben Ezer bereits gemacht. Beim Christlichen Sozialwerk wird nun nach der Eingliederungshilfe auch der Seniorenbereich getestet. Die Maßnahmen sind notwendig, um eine weitere Ausbreitung in andere Einrichtungen zu verhindern. Nach jetzigem Kenntnisstand sind rund 200 Personen betroffen, die Kontaktpersonenermittlung läuft noch.

Landrat Lehmann appelliert: „Nur gemeinsam können wir diese Pandemie bewältigen!“

Angesichts der weiterhin sehr dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie wendet sich Landrat Dr. Axel Lehmann erneut an die Menschen in Lippe: „Unser Gesundheitsamt ist seit Monaten an sieben Tagen in der Woche im Einsatz, um diese Pandemie zu meistern. Dennoch kann es sein, dass die Lipperinnen und Lipper derzeit Geduld brauchen, bis sie den erwarteten Anruf vom Gesundheitsamt bekommen. Ergebnisse, die über das Smartphone abgerufen werden, erreichen die getestete Person in der Regel eher als das Gesundheitsamt. Ich kann verstehen, dass die damit verbundene Unsicherheit auch für die Bürgerinnen und Bürger emotional belastend ist. Trotzdem bitte ich um Verständnis.“

Das Personal im Gesundheitsamt sei bereits massiv aufgestockt worden: Vor der Corona-Pandemie waren hier rund 50 Mitarbeiter im Einsatz, inzwischen sind etwa 200 Personen allein im Gesundheitsamt tätig. 100 weitere Personen sind mit Aufgaben rund um die Coronapandemie betraut.

„Außerdem erreichen uns fast täglich Unterstützungsangebote von Bürgern. Das ist ein tolles Zeichen der Solidarität“, erklärt Lehmann. „Derzeit nehmen wir den Kontakt auf und prüfen eine befristete Einstellung.“

Die Infektionsdynamik macht auch vor den Einrichtungen nicht halt: Mehr als 60 Einrichtungen sind mittlerweile betroffen. Damit ist ein hoher Aufwand bei der Kontaktnachverfolgung und Kommunikation verbunden: Kontaktpersonen müssen ermittelt und Abstriche koordiniert werden, weitere Maßnahmen werden mit den Einrichtungsleitungen abgestimmt. „Darüber hinaus brauchen aber zum Beispiel auch Eltern oder Bewohner sowie das Personal in den Einrichtungen Informationen darüber, wie es bei Auftreten eines Coronafalls weitergeht. Hier sind wir weiterhin dringend auf die Unterstütung der Leitungen angewiesen, damit alle wichtigen Informationen innerhalb der Kita, Schule oder Einrichtung zeitnah weitergegeben werden können“, appelliert Lehmann.

Neues Formular für Kontaktpersonen und neue Testregeln

Wer vermutet, dass er Kontakt zu einer Person hatte, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kann sich nun auch über ein Kontaktformular an das Gesundheitsamt des Kreises Lippe wenden: Es ist unter zu finden. Dort können Kontaktpersonen die wichtigsten Eckdaten an das Gesundheitsamt des Kreises Lippe übermitteln und helfen so dabei, die Kontaktpersonennachverfolgung zu beschleunigen. Das Gesundheitsamt meldet sich dann telefonisch bei den Personen, die als direkte Kontaktpersonen eingestuft werden, um mündlich eine Quarantäne anzuordnen.

Ein Test wird bei Kontaktpersonen laut des neuen RKI-Testschemas nur dann gemacht, wenn coronatypische Symptome wie trockener Husten, Fieber, Atemnot oder Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns auftreten. Die Anordnung der Quarantäne gilt aber unabhängig davon, ob ein Test durchgeführt wird. Darüber hinaus werden direkte Kontaktpersonen getestet, die zum Beispiel im Krankenhaus oder in Pflegeheimen arbeiten. Sollte ein Test bei Kontaktpersonen notwendig sein, koordiniert das Gesundheitsamt diesen.

Folgende Personen erhalten außerdem beim Hausarzt einen Test:

Menschen mit schweren coronatypischen Symptomen wie Husten, Fieber, Atemnot oder mit einer Störung des Geruchs- und Geschmackssinns.

Darüber hinaus kann ein Test beim Hausarzt erfolgen, wenn nur leichte oder mittelschwere Symptome auftreten und eines der folgenden Kriterien ebenfalls zutrifft: die Symptome haben sich verschlechtert; die Person gehört zur Risikogruppe; die Person ist in einem sensiblen Bereich wie Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus tätig; die Person hat an einer Veranstaltung teilgenommen, ohne auf die AHA-Regeln zu achten, oder die Person hatte in der Zeit, seit die Symptome aufgetreten sind, Kontakt zu vielen Menschen, insbesondere Risikogruppen.

Zahlen in den Städten und Gemeinden im Kreis Lippe

Die Zahlen in den Städten und Gemeinden im Kreis Lippe finden Sie auf der .

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