Visumverfahren (Einreise)

Allgemeines

Für den Aufenthalt und die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland benötigen ausländische Staatsangehörige in der Regel ein Visum. Staatsangehörige bestimmter Länder sind davon befreit, wenn sie sich bis zu drei Monaten zu Besuchszwecken ohne Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland aufhalten wollen. Eine Übersicht über die Staaten, für die Visumpflicht bzw. -freiheit bei der Einreise in die Bundesrepublik besteht, befinden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.

Soll der Aufenthalt länger als drei Monate dauern oder ist die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beabsichtigt, muss grundsätzlich ein Visum beantragt werden. Ausgenommen von dieser Pflicht sind Angehörige bestimmter Staaten, wie z. B. Australien oder Israel. Sie können den erforderlichen Aufenthaltstitel innerhalb von drei Monaten nach der Einreise bei der Ausländerbehörde beantragen. In Zweifelsfällen geben die deutschen Auslandsvertretungen Auskunft über die Erfordernis eines Visums.

Zuständigkeit zur Visumerteilung

Für die Beantragung und Erteilung eines Visums sind die Auslandsvertretungen (Botschaft oder Konsulat) der Bundesrepublik Deutschland in dem jeweiligen Herkunftsstaat des Antragstellers oder dem Staat seines gewöhnlichen erlaubten Aufenthalts zuständig.

Visumverfahren ohne Beteiligung der Ausländerbehörde

Handelt es sich um ein Visum, für das die Zustimmung der Ausländerbehörde nicht erforderlich ist (z. B. für Besuchsaufenthalte bis zu drei Monaten) entscheidet die deutsche Auslandsvertretung über den Antrag in eigener Zuständigkeit.

Visumverfahren mit Beteiligung der Ausländerbehörde

Handelt es sich um ein zustimmungspflichtiges Visum (insbesondere bei beabsichtigten Daueraufenthalten) sendet die Auslandsvertretung den Visumantrag mit der Bitte um Stellungnahme an die zuständige deutsche Ausländerbehörde. Bei Eingang der Unterlagen prüft die Ausländerbehörde die Vollständigkeit der Unterlagen und stellt noch erforderliche Ermittlungen an.
Häufig ist es notwendig, dass die in Lippe wohnhaften Referenzpersonen (z. B. Ehegatte oder zukünftiger Arbeitgeber) weitere Unterlagen beibringen oder Angaben machen müssen. Nach Abschluss der Bearbeitung gibt die Ausländerbehörde eine Stellungnahme an die Auslandsvertretung ab. Die Auslandsvertretung trifft dann in alleiniger Zuständigkeit die Entscheidung über die Erteilung des Visums. Gegen ablehnende Entscheidungen können ausschließlich Rechtsmittel bei der deutschen Auslandsvertretung eingelegt werden.

Weitere Informationen

Informationen des Auswärtigen Amtes zum Visaverfahren